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Besuch im Dokumentationszentrum

Unserem Besuch im Doku-Zentrum ging ein interessanter Vortrag über Lesben im Nationalsozialismus voraus. Julia, eine Mitarbeiterin des Doku-Zentrums berichtete über das Frauenbild in der NS-Zeit. Sie erzählte uns, dass man Frauen überhaupt keinen Sexualität zugestand, sie nur zu Gebärmaschinen reduzierte. So gesehen gab es also keine Lesben. Man fand einen anderen Grund um sie ins KZ zu sperren. Meistens stufte man die Frauen einfach als asozial ein.


Meli und Simone.


Julia berichtet.
Julia lieferte den Vorschlag zu einem Projekt für den Welt-Frauen-Tag:
Die Gegenüberstellung des Frauenbildes in der NS-Zeit und heute.
Dafür sollten wir selbstbewusste und individuelle Frauen - also uns - fotografieren und die Bilder dann mit alten Aufnahmen zu einem Plakat zusammenfügen.
Also trafen wir uns zwei Stunden vor der eigentlichen Führung durchs Doku-Zentrum. Wir wanderten auf dem geschichtsträchtigen Reichsparteitagsgelände herum und starteten unsere Foto-Session.
Meli und ich fotografierten mit Schwarz-Weiß-Filmen und Julia dokumentierte das ganze Geschehen in Farbe. Leider fing es an zu regnen. Also suchten wir Schutz und spazierten die Säulenhalle des Kongress-Zentrums entlang.
Relativ durchfroren, aber erfolgreich begingen wir dann gemeinsam mit Ganymed, unserem schwulen Äquivalent, die Führung durch das Dokumentationszentrum.

So mancher war von den Audio-Guides fasziniert , aber nicht nur diese lieferten ein ausführliches Bild über jene Zeit. Die Ausstellung war sehr detailliert mit ihren vielen anschaulichen Fotos, Filmen und Zeitzeugenberichten. Wir blieben auch bis ultimo und waren so ziemlich die Letzten, die das Gebäude verließen. Anschließend ließen wir den Abend noch mit einem Besuch im Sapperlot ausklingen.

Simone