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YL-Wochenende 2004 in Markt Bibart
Die Anreise
Man stelle sich den Nelson-Mandela-Platz hinter dem Hauptbahnhof als den zentralen Umschlagplatz für Junglesben auf dem Weg in ein gemeinsames Wochenende vor: mit kleinen und "etwas" größeren Autos (Fiat "Tschingquäntschenko" oder so von Eva) trifft sich dort eine Horde von YL-Mitgliedern, die die Aufteilung der Leute auf PKWs nicht ganz den Richtlinien zum Schutze der Umwelt entsprechend umgesetzt hat, die dafür aber begierig darauf wartet endlich in ein Wochenende voll Spiel, Spaß und Abenteuer zu starten...
Die Anfahrt
Und auf einmal waren sie alle weg... nämlich diejenigen, die lauthals verkündet hatten, sie würden den Weg nach Markt Bibart kennen und die anderen könnten getrost hinter ihnen herfahren.. da aber leider nicht alle Führerscheinbesitzer es riskieren wolten selbigen durch überhöhte Geschwindigkeit zu verlieren, fahren die einen eben "etwas weiter vorne" und die anderen - "etwas weiter hinten" - folgen ihrer Intuition, schließlich führen alle Wege nach Rom, warum nicht auch nach Markt Bibart??!! Naja, ok, einige kannten den Weg noch einigermaßen ("Ich glaub da hinten dann abbiegen, oder doch nicht? äh") vom Jahr davor.
Die Ankunft
Juhuuu, endlich!! Die Sonne scheint immernoch und wir kommen endlich nach ca. einstündiger Fahrt am Wunschort an.
Dann heißt es erstmal »Futter« verladen, und davon nicht zu wenig (die gemeine YLin hat ständig Angst zu verhungern und dementsprechend wird das Jugendhaus erstmal ordentlich vollgestopft mit allem was Aldi/Lidl so hergeben..). Danach noch Spielzeug auspacken: Fußball, "Tischtenniskellen" (Wortneuschöpfung von Patty), auch bekannt als Tischtennisschläger, ein Skateboard, ein Playstationgerät samt Mics und SingStarSoftware usw., um unsere schlaffen Büro-/Studien-/Schulrumsitzkörper übers Wochenende auf Trapp halten zu können..
DAS Meeting
Lesben reden, diskutieren und organisieren eben nun mal gerne, dementsprechend muß ein YL-Wochenende mit dem obligatorischen Meeting im Gruppenraum beginnen. Themen: Zimmerverteilung (wer mit wem.. ein Schelm, wer Böses denkt ;-)), Aufgabenverteilung rund um Haus und Haushalt (Küchendienste/Putzdienste) und noch eine grobe Wochenendvorschau
Freetime
Der Run auf die Betten beginnt, wer kriegt das schönste Zimmer mit den Wunschnachbarinnen.. Nach dieser sportlichen Disziplin machen sich alle auf, das Haus zu erkunden (die Neuen) bzw. zu kucken, ob noch alles so ist wie beim letzten mal (die Alten). Einige vergnügen sich beim Billiard/Kickern, andere bereiten sich bereits auf den ersten Küchendienst vor, schließlich macht Autoreisen hungrig, und wieder andere nutzen die Abendsonne um im großen Garten hinter dem Haus "abzuhängen" bzw. vorher erwähntes Spielzeug auszutesten.
Der erste Abend
Um 19.00 heißt´s lecker Essen fassen, es gibt Pizzabrötchen und Salat - lecker! An dieser Stelle nochmal ein Schmatzi an die bezaubernden Köchinnen Anna und Ramona sowie deren Hilfsmädels! Der Abend gestaltet sich bunt und feuchtfröhlich, jede kann sich ihren Interessen und Neigungen hingeben, manche versuchen sich als angehende YSDSler (YL sucht den Superstar) am SingStar, andere strapazieren Queue ("Kö") und Kugeln oder frau sitzt gemütlich beisammen auf der Terasse und läßt den Abend bis spät in die Nacht ausklingen.. bis es in die Heia geht - irgendwann sind alle drin!
Auf die Gerüchte um eine sogenannte Interessensgemeinschaft welcher Art auch immer wird hier aus Gründen der Diskretion nicht eingegangen :-)
Neuer Tag neues Glück?!
Wie beginnt ein schöner neuer Tag an einem YL-Wochenende? Richtig, mit super Frühstück mit frischen Brötchen und allem drauf was das Herz begehrt!
So gestärkt kann der Tag gut starten, es heißt erst einmal Freizeit bevor man sich am Nachmittag zum Meeting trifft. Es wird gesportelt (Fußi bzw. Tischtennis) oder die Rekorde des Singstar geknackt, während die "Hardcorefraktion" rumd um Nina, Sandra und Simone den CD-Player draußen auf der Terasse beherrschen, so daß auch wirklich ALLE etwas davon haben :-)
DAS Meeting 2
Am Nachmittag trafen wir uns alle wieder im Gruppenraum, wo uns die Teamerinnen in Gruppen einteilten und wir die Aufgabe bekamen, Fragebögen zu beantworten, betreffend der Gestaltung von YL, was man beibehalten, was man verbessern könnte und in denen um Tipps und Anregungen sowie Abendgestaltungsvorschläge gebeten wurde. Nachdem wir diese emsig ausgefüllt hatten und vor Ideen und Kreativität fast übergesprudelt sind, hatten wir in einer Präsentations- und Diskussionsrunde die Möglichkeit unsere Vorschläge zu erläutern sowie sie zur Diskussion (Disposition??) zu stellen. Dabei gings hoch her und eine Blitzrunde war nötig um die hitzige Debatte wieder etwas runterzukühlen.. Dazu nur soviel: Gut, daß mal alles, was man an und um YoungLes bemäckern bzw. verbessern kann, mal auf den Tisch kam und etwaige Konflikte ausdiskutiert wurden, wenn auch sehr anstrengend für die »Neuen« unter den YLerinnen.
Nichtsdestotrotz war dieser Nachmittag sehr fruchtbar, es wurde nämlich beschlossen, daß die Mitglieder von YL künftig mehr Verantwortung übernehmen wollen/können/sollen, z. B. dahingehend, daß YL-Treffen nicht länger nur von den Teamerinnen gestaltet und organisiert werden, sondern daß jede Einzelne von uns mal dies übernimmt.
Zeit, den Abend zu genießen
Nach dem in jeder Hinsicht heißen Nachmittag sind wir alle froh, uns bei leckerem Abendessen entspannen zu können. Im Anschluß daran kommen einmal mehr Singstar, Billard, Kicker etc. zum Einsatz und anschließend sitzen alle draußen und wir genießen zusammen den schönen Spätsommerabend.
In lustiger Runde kam man dann noch auf die Idee, eine Zeitreise zurück in unsere Pubertät anzutreten, wir wollten Flaschendrehen..!! Dazu allerdings keine weiteren Kommentare mehr, halt, doch einen: »da bin isch mir aber noch nisch so sicher..«, die die dabeiwaren wissen was sich hinter diesem Ausspruch von Meli S. verbirgt und warum es dafür heftige Lacher gab..
Schlußendlich nach einer langen Nacht fallen wir erschöpft in unsere Betten
Wir schlafen/wir stehen auf
Nach dem (späten) Frühstück mit »lecka« Brötchen gehen alle daran, gemeinsam schnell das Haus sauber zu machen (M: »Ey Putze, da is noch Dreck!«) um danach noch gemeinsam die schönen wärmenden Altweibersommerstrahlen auf der Terrasse nutzen zu können bis zur Abfahrt.
Natürlich hat auch in diesem Jahr das obligatorische Gruppenfoto nicht gefehlt und bevor wir uns auf den Weg machten zurück nach Nämberch wurden noch –auch wie immer- die »Essenreste« verteilt (wobei die Bezeichnung natürlich nicht ganz ernst gemeint ist, immerhin kann die gemeine Durchschitts-WG-Lesbe froh sein, nach einem fröhlichen Wochenende heimzukommen und dabei keinen leeren Kühlschrank zu haben ?)
Wir fahren dann nach Hause und sagen »Schee wars, das machen wir mal wieder!«
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Meli G., Simone und Ramona
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